Vaskulitis Nachrichten 6.6: Wider die Impfmärchen: Ein Verdacht ist noch kein Beweis!

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Fake-Meldungen rund um Corona und das Impfen sind in den Sozialen Medien leider an der Tagesordnung. Denn es geht hier von Anfang an auch um einen Kampf zwischen den politischen Systemen, der – so ist heute durch die Offenlegung der versuchten Verbreitung von Falschmeldungen über Biontech durch eine in England ansässige, vermutlich russisch beeinflussten, Agentur mittels Youtube-Influencern einmal mehr gezeigt worden – mit falschen Identitäten und gekauften und gezielten Falschmeldungen im Internet geführt wird.

So hat das Autorenkollektiv Correctiv.org aufgezeigt, dass in Sozialen Medien verbreitet wird, dass die neuen mRNA und Vektor-Impfstoffe gegen Corona, die in der EU eingesetzt werden, zu ungesehen hohen Fallzahlen an schweren Impfnebenwirkungen und Todesfällen geführt hätten. Als Beweis werden die Meldungen bei der Ständigen Impfkomission in Deutschland (STIKO) und der EMA (European Medical Agency) angeführt.

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Tatsächlich hat es bei beiden Institutionen so viele Meldungen, wie noch nie zu Impfstoffen gegeben. Aber, es handelt sich dabei um Meldungen, die einen VERDACHT auf eine schwere Impfnebenwirkung und den VERDACHT auf einen Todesfall nach einer Impfung äußern. Diese Verdachtsmeldungen werden von den Experten der EMA und der STIKO untersucht. Sie nehmen Kontakt mit dem Melder auf, überprüfen die medizinische Berichte und die weiteren Umstände des betreffenden Falls. Erst die eingehende Prüfung kann am Ende dazu führen, dass ein gemeldeter Verdachtsfall als eine tatsächlich bestätigte, schwere Impfnebenwirkung oder einen bestätigten Todesfall anerkannt wird. Aber in vielen Fällen führt die Prüfung eben nicht zu dieser Anerkennung!

Weil es sich bei den mRNA- und den Vektroimpfstoffen um eine, auch für Mediziner völlig neue Klasse von Impfstoffen handelt, mit der – außerhalb der klinischen Tests – niemand vorher Erfahrung hatte sammeln können, werden aus Vorsicht seit Anfang der Impfaktion in der EU von weitaus mehr Ärzten und geimpften Privatpersonen Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen und Todesfällen gemeldet, als zu den früheren Zeiten der herkömmlichen Impfstoffklassen. Aber das bedeutet eben nicht, dass alle diese Fälle nun damit sofort auch bestätigte Fälle sind!

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Von gigantisch angestiegenen Zahlen an schweren Impfnebenwirkungen und Todesfällen aufgrund einer Corona-Impfung zu sprechen, ist also zur Zeit und nach wie vor nichts anderes als eine Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse und Fake-News!

Trotz dieser Anti-Impf-Fake-News-Kampagnen möchte ich an dieser Stelle aber eine Lanze schlagen für all jene, die sich haben impfen lassen und bei sich (etwas) schwerere, ungewöhnliche oder andere Impfnebenwirkungen festgestellt haben, als sie sie von früheren Impfungen her kennen. Dann macht es natürlich durchaus Sinn, diese dem Paul-Ehrlich-Institut zu melden. Erfreulicherweise geht das auch ganz einfach online! Hier ist der Link.

Allen Vaskulitis-Freunden sei dabei ans Herz gelegt, auch auf ihre Vaskulitis-Grunderkrankung hinzuweisen (etwa beim Abfragepunkt Allergien) ! Leider gibt es bisher sehr wenig wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirkung von Impfstoffen generell bei Autoimmunerkrankten, geschweige denn bei Vaskulitis-Betroffenen. Die Meldung Eurer Impfnebenwirkungen, so welche aufgetreten sind, beim Paul-Ehrlich-Institut könnte helfen, diese Lücken langsam zu schließen.

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