Vaskulitis Nachrichten 5.22: Ursache für Schock nach Corona-Impfung wahrscheinlich der Zusatzstoff Polyethylenglykol

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Polyethylenglykol (PEG) ist eine Substanz, die gelegentlich, aber nicht immer, zur Stabilisierung von Impfstofflösungen genutzt wird. Leider ist es aber auch ein Stoff, gegen den Menschen, die hochallergisch sind, mit einem physischen Schockzustand, einem sogenannten anaphylaktischen Schock reagieren können. Dieser Schock kann lebensbedrohlich sein.

PEG ist auch im Biontech-Corona-Impfstoff „BNT162b2“ als Stabilisator enthalten. Zu Anfang der Impfkampagne in Großbritannien haben zwei Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit einem derartigen Schock auf die Impfung reagiert. Der jeweils anwesende Arzt hat aber sofort die entsprechende Gegenmaßnahme – die Gabe von Adrenalin per Spritze – eingeleitet und die Betroffenen sind glimpflich davon gekommen.

Die Ärztezeitung vermutet, dass der Schock durch das Polyethylenglykol im Biontech-Impfstoff ausgelöst wurde. Allerdings, PEG ist auch in sehr vielen Kosmetika, Abführmitteln und Medikamenten, also Produkte, die wir alle tagtäglich nutzen, enthalten und ist für den übergroßen Teil der Bevölkerung sehr gut verträglich!

Es hat sich herausgestellt, dass beide, vom Schock betroffenen, Personen bekannt waren als Hochallergiker. Sie wußten, dass sie eine Neigung zu einer allergischen Schockreaktion haben. Deshalb führten sie auch beide eine Adrenalin-Notspritze ständig mit sich. Die Ärztezeitung weist darauf hin, dass beide erst garnicht hätten geimpft werden dürfen, da laut dem Unternehmen Pfizer Personen mit dieser Schockneigung nicht an den klinischen Tests des Corona-Impfstoffs teilnehmen durften. Vermutet wird, dass die beiden Personen vom impfenden Personal nicht ordnungsgemäß vorher nach diesem Risiko befragt und deshalb nicht von der Impfung ausgeschlossen worden sind, obwohl das hätte geschehen müssen.

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Die Britische  Arzneimittelbehörde, Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA), rät selbstverständlich allen Menschen, die wissen, dass sie Hochallergiker sind, bzw. dass sie allergisch auf Polyethylenglykol reagieren oder bereits einmal einen anaphylaktischen Schock erlebt haben, davon ab, sich mit dem Biotech-Pfizer-Impfstoff gegen Corona impfen zu lassen. Jemand, der „nur“ eine leichte Heuschnupfenallergie oder eine leichte Hautallergie hat, zählt jedoch nicht zu den Hochallergikern.

Übrigens, beruhigend für Impfskeptiker: Die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna enthalten, wie der bayrische Rundfunk meldet, keinerlei Impfverstärker. Aber wichtig für Vaskulitis-Patienten, die immunsuppressiv behandelt werden: Pfizer/Biontech werden erst in 2021 mit den klinischen Tests mit immunsuppressierten Probanden beginnen.

Leider verzögert sich nun auch die Marktreife des Tot-Impfstoffes von Sanofi – also eines, mit herkömmlicher Technologie hergestellten und vor allem inaktiven Impfstoffes – nochmals um mehrere Monate. Wie verschiedene Medien heute melden, hat das Unternehmen mitgeteilt, das sich in den bisherigen klinischen Tests herausgestellt hat, dass die Wirksamkeit vor allem bei älteren Probanden zu gering ist. Die dadurch notwendige Überarbeitung des Impfstoffs führt dazu, dass er frühestens Ende 2021 verfügbar sein wird – wenn denn alles bis dahin glatt verläuft.

PrO Vaskulitis empfiehlt generell immer allen Vaskulitis-Patienten, vor allem Churg-Strauss-Betroffenen, deren Erkrankung oft ein allergisches Asthma vorausgeht, sich vor jeder Impfung, also auch vor einer Impfung mit einem Corona-Impfstoff, kompetent ärztlich beraten lassen.

Dieser Beitrag ist ein Service von PrO Vaskulitis.
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