Gartenglück

Fällt Ihnen die soziale Isolation auch immer schwerer?

Jedesmal, wenn mir die Situation anfängt, auf die Nerven zu gehen, wenn innerlich die Anspannung und die Aggression gegenüber dem Virus und der Welt versucht, sich Bahn zu brechen, lenke ich meine Gedanken zu den Menschen hin, die das alles schon viel länger als ich aushalten: Die Menschen im Iran.

Dort stehen sie die Quarantäne schon seit Anfang Februar durch. Auch dort sitzen die Familien mit ihren kleinen und grösseren Kindern in ihren Wohnungen, gehen sich gegenseitig auf die Nerven oder entdecken einander neu. Meistens beides.

Eine staatlich angeordnete Augangssperre gab es dort aber nie. Die schockierenden Bilder aus den überforderten Kliniken des Landes und die hohen Corona-Todeszahlen haben aber ausgereicht, um die Menschen davon zu überzeugen, dass es besser ist, Abstand zu halten und, wenn nur irgend möglich, zuhause zu bleiben. Im Iran beneidet man uns um unsere Regierung, die, so sehen es die Iraner, vernünftig genug war, einen Shut-Down anzuordnen und für ausgleichende finanzielle Massnahmen zu sorgen. Eine Regierung, denen Menschen (-leben) etwas wert ist.

Wenn ich mir das wieder einmal vor Augen gehalten habe, reicht mir der Blick auf ein Beet mit Frühlingsblüten, damit ich wieder ruhig werde. Ich weiss, wie gut ich es auch in dieser Situation habe.

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