Vaskulitis Nachrichten 4.10: Musik hilft!

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Schicksalsschläge können dem Leben eines Menschen manchmal die entscheidende, positive Wendung geben. Der Arzt Stefan Kölsch ist ein Beispiel dafür. Eigentlich war sein Lebensweg schon vorgezeichnet. Musikalisch hochbegabt, wollte er natürlich auch Musik studieren und professioneller Musiker werden. Sein Studium hatte er schon angefangen, als eine schwere Erkrankung ihn plötzlich komplett aus dieser vorgezeichneten Bahn riss. Nicht aber aus seiner engen Beziehung zur Musik. Denn genau diese Beziehung half ihn wieder heraus aus dieser, rund 1 Jahr lang anhaltenden, tiefen Krise. Und gab ihm den Impuls, sich intensiver mit der Bedeutung von Musik für die menschliche Gesundheit und Gesundung zu beschäftigen. Deshalb schloss er nach dem Abschluss seines Musikstudiums direkt noch ein Medizinstudium an. Seit einigen Jahren untersucht er als Psychologe im Fachbereich Neurologie den Einfluss der Musik auf das Gehirn. Auch Vaskulitis-Patienten kann er zwei wertvolle Ratschläge mit auf ihren Weg, das Leben mit ihrer Krankheit, geben:

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Depressive Stimmungen durchläuft wohl jeder Mensch, der schwer erkrankt ist. Musik kann helfen, aus so einer depressiven Anwandlung wieder herauszufinden. Allerdings, die meisten Menschen neigen dazu, ihre düstere Stimmung mit melancholischer Musik zu begleiten. Das wirkt auf die Psyche als Bestätigung der Depression. Stefan Schütz rät hingegen, sich eine eigene Playlist anzulegen von Musiktiteln, die einem gefallen. Diese Musiktitel sollten dann so angeordnet werden, dass die Playlist anfängt mit Stücken, die eine ruhige bis getragene Stimmung vermitteln. Mit jedem Musikstück sollte das darauf folgende etwas lebhafter, fröhlicher und anregender werden. So wird eine langsame Wendung der Stimmung hin zum Positiven unterstützt, wenn man seine eigene Playlist abspielt.

Viele Vaskulitis-Patienten klagen über Konzentrations-schwierigkeiten und Vergesslichkeit. Die regelmäßige Beschäftigung mit Musik, vor allem die aktive, also entweder singen, zuhause – auch unter der Dusche – oder gemeinsam mit Anderen im Chor; oder ein Instrument spielen, egal ob Geige oder Bongo-Trommeln oder Fingerklavier; oder tanzen, ob Square Dance oder Tango oder einfach morgens in der Küche eine kesse Sohle hinlegen, Hauptsache Musik, denn sie regt das Gehirn dazu an, neue Nervenverbindungen zu bilden. Die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis werden so auf Dauer gefördert. Und das Gehirn schüttet unter dem Einfluss von Musik Dopamin aus, ein Hormon, das das Glücksgefühl verstärkt.

Gönnen Sie sich also etwas Wertvolles, liebe Leser, gönnen Sie sich Musik!

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