Vaskulitis Kurznachrichten 1.1

Copyright (c) m.eskandani

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Mehr Sicherheit bei Medikamenten

Verblüft und sprachlos war ich, als ich von einem Vaskulitis-Patienten auf meine Frage, welches Antibiotikum in welcher Dosis er jeden Tag näme, zur Antwort bekam, es wäre die weiße, ovale Tablette. Eine gute Bekannte, Ärztin, lachte nur, als ich ihr davon erzählte. Sie hatte eine gleichartige Antwort schon öfter von Patienten erhalten.

Dabei ist es gerade bei Menschen mit einer chronischen Erkrankung für den behandelnden Arzt – und damit auch für den Patienten – wichtig zu wissen, welche Medikamente bereits für die Behandlung eingesetzt werden. Nur so kann der Arzt den Zustand des Patienten richtig einschätzen. Nur so kann er auch die Gesamt-Medikation so einstellen, dass schädliche Wechsel- und Nebenwirkungen vermieden werden.

Das „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ (E-Health-Gesetz), das letztes Jahr vom Bundestag verabschiedet wurde, sorgt mit der Einführung eines Medikationsplanes dafür, dass der Arzt und der Patient mehr Übersicht über die verordneten Medikamente, und damit mehr Sicherheit bekommen. Ab Oktober 2016 kann jeder Patient, der 3 oder mehr Medikamente nimmt, seinen Haus- oder Fach- oder Klinikarzt fragen, ihm seinen individuellen, aktuellen Medikationsplan auszuhändigen, auf dem alle verordneten Medikamente mit Dosis und Einnahme- oder Anwendungshäufigkeit und dem Grund der Verordnung aufgeführt sind. Auch die Apotheker sind zur Mitarbeit verpflichtet. Ändert der Arzt die Medikation, kann der Patient auch vom Apotheker die Aktualisierung des Medikationsplans verlangen.

Der Medikationsplan wird in der Anfangsphase dieses Jahr dem Patienten in Papierform ausgehändigt. Ab 2018 soll er in der sogenannten „elektronischen Gesundheitsakte“ auch auf der elektronischen Gesundheitskarte, also der Versichertenkarte des Patienten, gespeichert und dort abrufbar, bzw. auch änderbar sein. Bis Ende 2016 soll geklärt sein, inwiefern und wie Patienten dann auch über digitale Geräte, wie Computer oder Smartphone selbst auf ihre elektronische Gesundheitsakte auf ihrer Versichertenkarte  werden zugreifen können.

Pro Vaskulitis stellt auf seiner Service-Seite ihren Mitgliedern vorab schon einmal einen Muster-Medikationsplan zum Selbst-Ausfüllen für die eigene Medikamentenübersicht zur Verfügung. Das Zugangspasswort für die Service-Seite können Pro-Vaskulitis-Mitglieder über die E-mail-Adresse vaskulitis (at) web.de beantragen.

Dieser Beitrag ist ein Service von PrO Vaskulitis.
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