Kirschblütenwolke

Eine Kirschblütenwolke haben die ersten warmen und sonnigen Tage nach dem Winter uns geschenkt, eine herrliche Frühjahrsbelebung für Natur und Mensch. Nur, dass mein Herz dieses Jahr nicht so recht in dieser Freude aufgehen kann. Zu gross der Kontrast der in der Sonne strahlenden Blütenschönheit zu dem tiefen Leid der Menschen im grausamen Krieg, den Russland in die Ukraine getragen hat.

Die Jahrzehnte unter unserer warmen europäischen Friedensglocke sind endgültig vorbei, waren wohl illusorisch. Mit diktatorischen, manipulatorischen Regimen gibt es kein Auf-Dauer-In-Frieden-leben, das ist die Lehre, die wir endgültig ziehen müssen. Kein Grund zur Trauer, aber zu nüchternem Realismus.

Wir müssen uns wieder dessen bewusst werden und damit leben, dass Krieg und damit ein gewaltsamer, frühzeitiger Tod immer schon ein Teil dieser Welt war, wie alte Texte, wie die Bhagavad Gita, lehren und der japanische Haiku-Dichter Yosu Buson es in seinem symbolischen Gedicht über Kirschblüten, Leben und Tod so konzentriert und einfach auf den Punkt gebracht hat.

Wind blows
they scatter and it dies
fallen petals

Yosa Buson

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Vaskulitis Nachrichten 7.03: Dringend Helfer gesucht für Ukrainische Flüchtlinge mit Seltenen Erkrankungen!

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Menschen mit Seltenen Erkrankungen – oft sind es Mütter mit ihren erkrankten Kindern – fliehen aus der Ukraine. Sie brauchen unsere besondere Unterstützung für die Besorgungen ihrer überlebenswichtigen Medikamente, die Fortführung ihrer Therapie und die Organisation kompetenter ärztlicher Versorgung.

EURORDIS, die europäische Organisation von Menschen mit Seltenen Erkrankungen, sucht dringend Helfer, die Erfahrung haben mit Seltenen Erkrankungen! Von Vorteil ist, wenn Sie schon einmal Flüchtlinge begleitet, sowie ukrainische oder russische Sprachkenntnisse haben. Aber auch englische und andere Sprachkenntnisse sind willkommen. Erfahrung im Management von Selbsthilfegruppen und Vereinen kann darüberhinaus hilfreich sein.

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Wer den ukrainischen Flüchtlingen mit Seltenen Erkrankungen helfen will, melde sich bitte per E-Mail an

helpukraine@eurordis.org

Die E-mail sollte folgende Informationen enthalten:

  1. Ihr Name und Ihre Kontaktdaten
  2. Mit welchen Seltenen Krankheiten kennen Sie sich aus?
  3. Welche Sprachen sprechen Sie?
  4. Wieviel Zeit pro Woche wollen Sie investieren?
  5. Wie wollen Sie helfen :

z.B. Flüchtlinge zu Arztterminen begleiten und übersetzen, Flüchtlinge telefonisch aufklären über Behandlungsmöglichkeiten in der Nähe oder Wege im deutschen Gesundheitssystem, Flüchtlinge bei sich aufnehmen, die Erstellung von Informationsangeboten online in Ukrainischer Sprache, Kindern mit Seltenen Erkrankungen ein Freizeitangebot machen oder ihnen bei den Schulaufgaben helfen, oder anderes.

Dieser Beitrag ist ein Service von PrO Vaskulitis.

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Ein „Nouruz“für die Ukraine: Freiheit und Sicherheit jetzt!

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Putin erhält einen Offenen Brief von medizinischem Personal in Russland

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Mit einem Offenen Brief sprechen mehr als 1.000 Ärzte, Pfleger und andere Mitarbeiter des russischen Gesundheitswesens den Präsidenten der russischen Förderation, Vladimir Putin, an. Die Unterzeichner fordern, dass alle Kampfhandlungen in der Ukraine sofort beendet werden.

Hier unten folgt die deutsche Übersetzung der englischen Fassung (der russische Original-Brief wurde veröffentlicht auf https://madmed.media/open-letter)

Quelle: Open letter, signed by 1000s of signatories, calls for an end to hostilities in Ukraine. Russian doctors, nurses, and paramedics demand an end to hostilities in Ukraine, BMJ 2022; 376: o535 [1. März; doi: 10.1136/bmj.o535]

Wir, russische Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter, lehnen die Militäraktionen der russischen Streitkräfte auf dem Territorium der Ukraine entschieden ab. Wir suchen nicht nach den Schuldigen und wir verurteilen niemanden. Unser Ziel ist es, Menschenleben zu retten. Es ist schwer, sich einen humaneren Beruf als den eines Arztes vorzustellen. Und jetzt, in dieser für beide Länder schwierigen Zeit, fordern wir eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Lösung aller politischen Fragen ausschließlich mit friedlichen Mitteln.

Wie immer teilen wir die Menschen nicht ein in Freund und Feind. Wir haben geschworen, jedem Menschen zu helfen, unabhängig von Nationalität, Religion oder politischen Ansichten. Aber heute reicht unsere Hilfe nicht aus. Der Krieg wird viele Leben kosten und so viele Schicksale zerstören, dass uns trotz aller Bemühungen die Zeit fehlen wird, um zu helfen. Jeder wird vor Schmerz schreien und nach seiner Mutter in derselben Sprache rufen. Jedes Geschoss oder Kugel, selbst wenn sie ihr Ziel nicht erreicht und niemandem das Leben nimmt, verursacht dennoch Angst, Panik und Schmerz. Schmerz, der Herzen zusammenschnürt. Jedem blutet nun das Herz. Zivilisten. Soldaten, Müttern und Ehefrauen von Soldaten. Kindern. Niemand verdient diese Angst. Niemand verdient es, getötet oder verletzt zu werden. Aus Versehen oder absichtlich.

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Unsere Verwandten, Freunde, Patienten. und Kollegen halten sich in den angegriffenen Gebieten auf. Unter ihnen gibt es niemanden, der von dem fortgesetzten Blutvergießen profitieren würde. Wir können uns nicht dem Schmerz und dem Leiden entziehen, das jede Minute zunimmt.

Das menschliche Leben ist unschätzbar wertvoll. Es dauert nur einen Augenblick, um im Kampf getötet zu werden, während die Behandlung und Genesung der Opfer Jahre dauern kann. Und für die Augenblicke des heutigen Krieges werden wir noch viele Jahre lang danach bezahlen. Egal wie der Einsatz tödlicher Waffen gerechtfertigt wird, sie bleiben tödlich. Tödlich und sie verursachen Schmerzen und Leiden. Daher fordern wir, gemäß unserem Eid und um eine humanen und gleiche Behandlung aller Menschen zu gewährleisten, die sofortige Einstellung aller Einsätze, die mit tödlichen Waffen geführt werden.

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Vaskulitis Nachrichten 7.02: Projekt Virtuelles Krankenhaus – Nordrhein-Westfalen holt die Experten an die Strippe!

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So früh wollten sie eigentlich nicht an den Start gehen – aber die Corona-Pandemie warf den Zeitplan der MitarbeiterInnen des Virtuellen Krankenhauses gGmbH, einem gemeinnützigen Unternehmen des Landes NRW, ganz einfach über den Haufen. Anstatt, wie noch im August 2019, frühestens für den Sommer 2020 anvisiert, ging das telemedizinische Portal des Virtuellen Krankenhauses bereits am 30. März 2020 in Betrieb. Schon, als die ersten Corona-PatientInnen in die Krankenhäuser in NRW eingeliefert wurden, konnten die ÄrztInnen sich per sicherer Videodatenleitung über diese Corona-Fälle mit ihren KollegenInnen in den Universitätskliniken Aachen und Münster austauschen und so deren Expertise für die Behandlung vor Ort nutzen.

Der Vorteil: Die Verlegung von PatientInnen konnte vielfach vermieden werden und die Kapazitäten der Intensivstationen der Universitätskliniken wurden für die Aufnahme der allerschwersten Coronafälle geschont. Darüberhinaus wurde durch den intensiven Austausch der ÄrztInnen untereinander die Behandlungsqualität bei Coronafällen kontinuierlich angehoben.

Eine Erfolgsgeschichte, die nun seine Fortsetzung finden soll!

Virtuelles Krankenhaus für Seltene Erkrankungen

Vaskulitis-PatientInnen wird es freuen: ÄrztInnen können nun KollegInnen in die Behandlung ihrer PatientInnen einbinden, die über eine besondere Expertise in der betreffenden Seltenen Erkrankung verfügen, und zwar über die Plattform des Virtuellen Krankenhauses ! Solche ExpertInnen sind ÄrztInnen, die an einem Zentrum für Seltene Erkrankungen tätig sind. In einer ersten Pilot-Phase wird dieser „Telekonsil“ zwischen ÄrztInnen in den Krankenhäusern in NRW stattfinden können. Bis Ende 2023 werden auch die niedergelassenen Haus- und FachärztInnen eingebunden sein, so der Plan.

Das Virtuelle Krankenhaus nutzt dabei ein Videokonferenz-System, das von der Kassenärztlichen Vereinigung als sicher gegenüber Hackerangriffen eingestuft worden ist. Jede TeilnehmerIn muss sich vorher als ÄrztIn ausweisen und registrieren. Genutzt wird, ähnlich wie beim Online-Banking, eine Zwei-Schlüssel-Authentisierung.

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Eine HausärztIn, die eine ExpertIn für Vaskulitiden zu Rate ziehen will, wird bis spätestens Ende 2023 auf dem Portal des Virtuellen Krankenhauses ein Telekonsil anfragen können. Dazu benötigt sie vorab die Zustimmung ihrer PatientIn. Dann legt sie – zeitlich begrenzt und nur für diesen einen Telekonsil – eine elekronische Fallakte ein, in die sie schon bereits ermittelte Symptome, Untersuchungsergebnisse, wie Blut- und Urinwerte, aber auch CT-, MRT oder Röntgenbilder einfügen kann. Sie formuliert ihre Fragen und fordert einen gemeinsamen Termin für eine Videokonferenz bei der oder den entsprechenden ExpertInnen an. Die ExpertIn kann mit Rückfragen oder einer abschließenden, schriftlichen Antwort reagieren, oder aber der Videokonferenz zustimmen, indem sie ihr einen Link zuschickt, den die ÄrztIn dann zum vereinbarten Termin nur anzuklicken braucht. Sie wird dann mit der ExpertIn verbunden und die Konferenz nimmt seinen Lauf. Während der Konferenz können alle TeilnehmerInnen die Elektronische Fallakte, also auch CT-, MRT und Röntgenbilder, einsehen und gemeinsam besprechen. Derartige Telekonsile werden von den Krankenkassen nun auch für PatientInnen mit Seltenen Erkrankungen bezahlt.

Ziel des Virtuellen Krankenhauses ist, die Behandlungsqualität für Menschen mit Seltenen Erkrankungen in NRW zu erhöhen und den PatientInnen kräfteraubende und kostspielige Fahrten zu weit entfernt liegenden Universitätskliniken zu ersparen. Nicht zuletzt die Umwelt dürfte davon auch profitieren.

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Ein wenig trickreich dürfte es allerdings doch werden, die Haus- und niedergelassenen FachärztInnen alle mit ins Boot zu bekommen. Viele Praxen haben aus Sorge vor einem Hackerangriff ihr Computersystem vollständig vom Internet getrennt. Ihre Systeme administrieren und warten sie nicht selbst, sondern das erledigen in der Regel private Dienstleisterfirmen .

Für einen Telekonsil brauchen die ÄrztInnen aber eine Internetanbindung. Die notwendige IT-kundige Überwachung, die im Krankenhaus eine IT-Abteilung leistet, kann zumeist vom Team einer niedergelassenen Praxis, bestehend aus Nicht-ITlerInnen, also ÄrztIn und ArzthelferInnen, nicht erbracht werden. Hier muss eine Lösung gefunden werden. Die MitarbeiterInnen der Virtuellen Krankenhaus gGmbH bieten dazu, in enger Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und Ärzteverbänden, Beratung und Unterstützung an. Zudem gibt es seit der Corona-Pandemie mehr staatliche Förderung für den Aufbau moderner IT-Strukturen in ärztlichen Praxen.

Das Virtuelle Krankenhaus ist ein wichtiger Schritt voran in der Welt der Telemedizin. Es ermöglicht ÄrztInnen und PatientInnen mit Seltenen Erkrankungen in NRW, die Zentren für Seltene Erkrankungen viel effektiver zu nutzen und die Behandlungsqualität in den Praxen vor Ort zu steigern. Nach den früheren Pilotprojekten im Bereich MRSA-Prophylaxe und Hygiene ein weiteres, wegweisendes Projekt für die Medizinwelt aus NRW!

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Impf-Elephantitis

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Kritisches Denken ist eine löbliche Eigenschaft. Vor allem, wenn es um den eigenen Körper geht. Aber dann bitte auch wirklich kritisch denken.

Was Impfkritiker hingegen machen, ist, genau dieses kritische Denken auszuschalten. Zum kritischen Denken gehört nämlich, dass man sich mit der Position der Gegenseite auseinandersetzt. Und genau das tun Impfkritiker sehr selten, wie eine Studie von Forschern des Fachbereiches Angewandte Mathematik und Computerwissenschaften der Technischen Universität von Dänemark in Lyngby zeigt.

Die Wissenschaftler untersuchten 60 Millionen Tweets auf Twitter. Sie schauten, auf welche Art von Webseiten Impfgegner und -befürworter zur Unterstützung ihrer Argumentation verlinkten. Während Impfbefürworter auf ein sehr weites Spektrum an Webseiten, wie Nachrichten, Wissenschaftliche Studien, Berichte, TV- oder Youtube-Filme verlinkten, war die Bandbreite, die Impfgegner konsultiert hatten, sehr schmal. Sie besuchten eine eng begrenzte Anzahl von Youtube-Channels und eine Website, die Pseudowissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Die Forscher charakterisieren das Online-Verhalten der Impfgegner so, dass sie sich mit der Auswahl der Webseiten fast ausschließlich in einer Blase ihrer eigenen Auffassung bewegen.

DieWissenschaftler weisen außerdem darauf hin , dass sowohl die Urheber der Youtube-Filme, als auch die besagte Website einen großen kommerziellen Vorteil davon haben, wenn Impfgegner in genau dieser Blase bleiben. Sie bescheren den Betreibern der Youtube-Channels und Website durch ihre Klicks kontinuierliche Werbeeinnahmen, und sie kaufen die „Gesundheits“-Produkte, die auf den Webseiten beworben und verkauft werden. Die Ergebnisse der Studie zeigen damit einmal mehr, dass wir als Gesellschaft uns über eine Regulierung und Anpassung des Geschäftsmodells Sozialer Medien mehr Gedanken machen müssen, denn es hat nicht nur kommerzielle, sondern weitgehende politische Auswirkungen.

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Verrückt dabei ist: Gerade die Impfgegner sind es, die als Hauptargument gegen das Impfen anführen, dass das Impfen ja nur ein kommerzielles Interesse der Pharmaindustrie wäre! Sie wollten sich nicht von der Pharmaindustrie ausnutzen lassen. Warum stehen sie dann den kommerziellen Interessen der Youtube-Channel-Betreiber und der besagten Website so willfährig zur Verfügung? Was für ein Widerspruch!

Der ist allerdings garnicht so selten. Auch Homöopathie-Befürworter kommen oft mit dem Pharmaindustrie-Argument, wenn es um die Schulmedizin geht. Merkwürdig, das Unternehmen Weleda, das DER Marktführer für homöopathische Produkte in Deutschland und international ist, erreichte im Jahr 2020 einen weltweiten Umsatz von 424 Millionen Euro. Der Gewinn vor der Corona-Pandemie betrug 14,3 Millionen Euro! Na, wenn das nicht ein Elefant in seinem Sektor der Pharmaindustrie ist, wer dann? Aber dem gegenüber ist man dann auch gerne blind, oder?

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Wir sind sowas von Experten…

Zu Russlands Propaganda-Masche gehört es, mögliche Vorwürfe, die ein Kritiker äußern könnte, ihm zuerst in die Schuhe zu schieben. Das ist so, alsob jemand, der mit seinem Auto zu schnell gefahren ist, und so einen Fussgänger angefahren hat, gegenüber der Polizei behaupten würde, dass der Unfall habe passieren müssen, weil der Fussgänger ja ein Raser sei.

Auf genau so eine Weise hat sich die Russische Botschaft in Südafrika auf Twitter (siehe unten, erster Teil) zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine geäußert: Russland würde den Nationalsozialismus in der Ukraine bekämpfen.

Sehr erfreulich, dass die Deutsche Botschaft in Südafrika (siehe unten zweiter Teil unterhalb des Fotos) darauf genau die passende Antwort gefunden hat! Bravo!

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Ukrainian Philosophy of the Heart

Every day, rolling out of bed, I start with the recognition of a simple tenet of my life: “love what you do and do what you love.” A philosophy I’ve intertwined into every fabric of my being, but this morning I stare at these words I’ve just typed, and I’m lost.  A photo taken in […]

Ukrainian Philosophy of the Heart

Mein Blogfreund Randall Collis hat hier der Ukraine und ihrer Menschen einen ruhigen, wunderschönen und möglicherweise historischen Artikel gewidmet. Was für ein Land, diese Ukraine!

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Vaskulitis Nachrichten 7.01: Von Bakterien und Viren – Unverhofft kommt oft!

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Bakterien, Krebs und Autoimmunkrankheit

War das eine Sensation, als Wissenschaftler zum ersten Mal aufzeigen konnten, dass ein Bakterium, – nämlich Helicobacter Pelori, das die Magenschleimhaut befällt, und vor allem in Gegenden, in denen die Lebensumstände wenig Hygiene zulassen, wie Nachkriegsdeutschland weit verbreitet ist- zu Krebs, genauer gesagt Magenkrebs führen konnte! Die Nachricht ging um die Welt. Das Interesse war groß, weil jeder sich vor Krebs fürchtet, jeder sich potentiell betroffen fühlen muss.

Ein bakterieller Erreger löst – außer der unmittelbaren, durchaus lästigen, weil zu Magengeschwüren führenden aber an sich nicht die Alarmglocken schrillen lassenden Erkrankung – im Nachgang noch eine weitere, eine tödliche Krankheit aus. Das hatte vorher niemand für möglich gehalten! Natürlich werden seitdem Patienten, die sich mit Helicobacter Pelorii infiziert haben, mit Antibiotika behandelt, um den Erreger abzutöten und dem Magenkrebs zuvorzukommen.

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Dass das Bakterium Staphylococcus Aureus, vor allem in seiner multiresistenten Form MRSA, für das Ausbrechen der Autoimmunkrankheit und Vaskulitisform Granulomatose mit PolyAngiitis (GPA) verantwortlich sein könnte, ist schon länger eine These der Wissenschaftler, für deren Richtigkeit es immer mehr Anzeichen gibt. Der letzte Beweis steht noch aus.

Das Dicke Ende des Eppstein-Barr-Virus

Und nun ging diese Nachricht letzte Tage um die Welt: Amerikanischen Wissenschaftlern der „T.H. Chan School of Public Health“ in Harvard ist es gelungen, mit einer riesigen Studie, die 10 Millionen Teilnehmer über eine Laufzeit von 20 Jahren umfasste, zum ersten Mal einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Infektion mit einem Erreger und dem Ausbruch einer Autoimmunkrankheit zu belegen. Doch diesmal handelt es sich um ein Virus. Die Infektion mit dem Eppstein – Barr -Virus aus der Familie der Herpes Viren. Es ist ein Virus, dass sich 95% der Bevölkerung einfängt, zumeist schon im Baby-Alter. Die Infektion verläuft dann in der Regel so unauffällig, dass weder das Kind noch die Eltern sich der Erkrankung oft bewußt sind. Das Virus kann jedoch auch das Pfeiffersche Drüsenfieber auslösen, eine schwerere Erkrankung.

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Das eigentliche Dicke Ende kommt aber noch. Die Forscher stellten fest, dass im Schnitt 10 Jahre nach einer Infektion mit dem Eppstein-Barr-Virus bei 1 von 10.000 Probanden sich die ersten Symptome der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS) zeigten. Das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken, steigt um den Faktor 32 (!) durch die Infektion mit dem Eppstein-Barr-Virus, so die Studie. Die Infektion ist sehr wahrscheinlich also die Voraussetzung dafür, das jemand an einer Multiplen Sklerose erkrankt. Aber wie kommt das? Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Erreger in die isolierenden Ummantelungen, die sogenannten Myelinscheiden, der Nervenbahnen im Gehirn und Rückenmark einbettet, sie ein Leben lang infiziert und so die Angriffe des Immunsystems provoziert. Ähnlich wie es bei einem Elektrokabel, dessen Umantelung brüchig oder löchrig geworden ist, zu einem Kurzschluss kommen kann, werden dann die Signale der Nervenzellen nicht mehr richtig oder garnicht an die Muskeln im Körper weitergeleitet. Betroffene können ohne immunsuppressive Therapie irgendwann Bewegungen nicht mehr ausführen, nicht mehr gehen, greifen, lesen, schreiben und werden pflegebedürftig.

Also haben wir hier mit dem Eppstein-Barr-Virus wieder den Fall eines Erregers, den wir alle bisher für relativ harmlos gehalten haben! Vor einer Infektion haben wir uns deshalb nicht geschützt. Natürlich gehen die Überlegungen der Wissenschaftler und Ärzte jetzt jedoch in Richtung eines Impf-Schutzes vor dem Virus, um zukünftige Erkrankungen an Multipler Sklerose verhindern zu können.

Ende offen: Long-Covid

Und was ist mit diesem neuen Virus in der Welt, dem Covid-19-Virus? Kann es sein, dass auch dieses Virus nicht nur die erste, akute Erkrankung sondern mittelfristig eine weitere, schwere Krankheit, nämlich eine Autoimmunerkrankung hervorruft?

Jeder 10. Corona-Infizierte, der NICHT im Krankenhaus behandelt werden musste, leidet noch 3 Monate nach der sogenannten Genesung an Long-Covid-Symptomen. Dazu gehören Müdigkeit, Muskelschwäche, Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, „Brain Fog“, Schwindel, Herzrasen und Kurzatmigkeit. Bei einer Infektion mit der Omrikon-Variante gibt es erste Anzeichen dafür, dass Hautveränderungen dazukommen. Eine sehr hohe Anzahl, nämlich 66% derjenigen Corona-Patienten, die wohl im Krankenhaus behandelt werden mussten, sind ebenfalls von Long-Covid betroffen. In Deutschland alleine werden zehntausende Long-Covid-Patienten bis zum Ende der Pandemie erwartet.

Zur Zeit gibt es nur eine klinische Definition für Long-Covid – d.h. eine Definition anhand der Symptome, nicht anhand des ursächlich Prozesses – der WHO. Die Frage lautet also, wie genau entwickelt sich Long-Covid?

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Das müssen die Wissenschaftler jetzt herusfinden. Was sie wissen ist, dass das Immunsystem der Patienten durch die Infektion mit dem Virus aus dem Takt gekommen ist. Die Forscher vermuten eine autoimmune Störung. Pro Vaskulitis berichtete bereits letztes Jahr darüber. So zeigte eine Studie der Yale Medical University in den USA, dass die Zahl der Auto-Antikörper bei Menschen mit Long-Covid-Symptomen stark erhöht ist. Im Blut der Betroffenen weisen die Botenstoffe Interferon 1 und 3 ein viel zu hohes Niveau auf und blieb auch bis 8 Monate nach der Infektion mit Covid-19, als die Studie auch endete, hoch. Die britische „Post-hospitalisation COVID-19“-Studie (PHOSP-COVID) fand erhöhte Parameter für Interleukin 6 und 1, sowie von TTF2, das eine anhaltende Dysfunktion der Schleimhautzellen anzeigt. Bei Long-Covid-Patienten mit „Brain Fog“ fanden sich stark erhöhte Marker für eine Neuroinflammation, also eine Entzündung des zentralen Nervensystems. Forscher der Harvard Medical School, USA wiesen im März 2021 auf die Ähnlichkeit zwischen Long-Covid und dem Chronic Fatigue Syndrom (CFS) hin, bei dem autoimmune Prozesse als Ursache vermutet werden.

Um Long-Covid-Patienten bestmöglich in dieser Situation bestmöglich helfen zu können, hat die Klinik für Rehabilitationsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover eine Spezialambulanz für Patient*innen nach überstandenen COVID-19 Erkrankungen eröffnet.  Dazu kommt nun auch eine Long-Covid-Ambulanz für betroffene Kinder und Jugendliche. Im Rahmen einer Studie sollen die Ursachen für Long-Covid erforscht und neue Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden. Die Patienten finden aber auch in den Post-Covid-Ambulanzen an den Universitätskliniken u.a. in Frankfurt, Marburg, Gießen, Heidelberg, München, Bonn, Aachen, Düsseldorf, Köln, Essen, Dortmund, Leipzig, Berlin und Jena Hilfe. Auf http://www.awmf.org können sich Interessierte eine Patienten-Leitlinie zu Long-Covid herunterladen.

Es ist zu hoffen, dass die Forscher bald Erfolg haben und wissen, ob das Virus tatsächlich eine autoimmune Störung oder sogar eine Autoimmunkrankheit hervorruft, und wie Ärzte dem begegnen und Betroffene heilen können!

Mit anderen Betroffenen sich austauschen können Patienten sich über eine Selbsthilfegruppe (SHG) , die es mittlerweile in vielen Bundesländern und Orten gibt. Eine Liste der SHGs finden Interessierte unter www.nakos.de. Unter der Adresse www.longcoviddeutschland.org haben sich rund 2000 Long-Covid-Betroffene und ihre Angehörigen zusammengeschlossen, um für die Erforschung ihrer Erkrankung und mögliche Therapien zu kämpfen. Über die Website ist auch die Online-Selbsthilfegruppe zu erreichen, die inzwischen über 5000 Mitglieder zählt. Entsprechend gibt es für Österreich die Website http://www.longcovidaustria.org, und für die Schweiz die Website http://www.longcovidch.org.

Eines aber ist eine der Lehren aus der Corona-Pandemie, die wir alle – und ich gebe zu, wir alle, auch ich, sind im Nachhinein alle klüger – jetzt schon ziehen können:

Beim Auftreten eines neuen Virus auf der Welt aufgrund von ersten Daten nach wenigen Wochen den neuen Erreger mit einem „harmlosen“ Grippe-Virus zu vergleichen – und sei es in bester Absicht, um die Bevölkerung vor einer Panik zu schützen – unterschätzt die wissenschaftliche Wissenslücke, die in so einem Fall vorherrscht; entbehrt, wie sich nun zeigt, einer in einer Pandemie offensichtlich erforderlichen wissenschaftlichen und politischen Weitsicht; und erweist sich, siehe die inzwischen mit Gewalt auftretenden Corona-Leugner und Impfgegner, als ein mittel- und langfristig wirkender, gesellschaftlicher und politischer Bumerang !

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The Mystic’s Christmas

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"All hail!" the monks at Christmas sang,
The merry monks who kept with cheer
The gladdest day of all their year.

But still apart, unmoved thereat,
A pious elder brother sat
Silent, in his accustomed place,
With God's sweet peace upon his face.

"Why sitt'st thou thus?" his brethren cried,
"It is the blessed Christmas-tide;
The Christmas lights are all aglow,
The sacred lilies bud and blow.

"Above our heads the joy-bells ring,
Without the happy children sing,
And all God's creatures hail the morn
On which the holy Christ was born.

"Rejoice with us; no more rebuke
Our gladness with thy quiet look."
The gray monk answered, "Keep, I pray,
Even as ye list, the Lord's birthday.

"Let heathen Yule fires flicker red
Where thronged refectory feasts are spread;
With mystery-play and masque and mime
And wait-songs speed the holy time!

"The blindest faith may haply save;
The Lord accepts the things we have;
And reverence, howsoe'er it strays,
May find at last the shining ways.

"They needs must grope who cannot see,
The blade before the ear must be;
As ye are feeling I have felt,
And where ye dwell I too have dwelt.

"But now, beyond the things of sense,
Beyond occasions and events,
I know, through God's exceeding grace,
Release from form and time and space.

"I listen, from no mortal tongue,
To hear the song the angels sung;
And wait within myself to know
The Christmas lilies bud and blow.

"The outward symbols disappear
From him whose inward sight is clear;
And small must be the choice of days
To him who fills them all with praise!

"Keep while you need it, brothers mine,
With honest seal your Christmas sign,
But judge not him who every morn
Feels in his heart the Lord Christ born!"

                      John Greenleaf Whittier
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