Bitte um Hilfe für die Menschen, die in der Flut alles verloren haben!

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Eigentlich bittet Pro Vaskulitis auf diesem Blog immer um Spenden für die Vaskulitis-Forschung.

Das Ausmaß der Flut-Katastrophe in NRW, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Bayern ist aber so groß – die betroffenen Gebiete sind zusammen ungefähr so groß wie die Niederlande -, dass Pro Vaskulitis nun an dieser Stelle um Spenden für die Opfer dieser Katastrophe bittet.

Viele Menschen stehen nun vor dem Nichts. Ihre Häuser und Wohnungen sind geflutet oder weggeschwemmt worden. Sie haben ihren gesamten Hausstand verloren. Kleine Geschäftsleute stehen vor dem Aus. Viele sind nicht gegen Elementarschäden versichert gewesen, weil in ihrer Gegend eine solche Flut noch nie aufgetreten ist.

Wenn Sie helfen wollen, aus dem In- oder Ausland, dann spenden Sie bitte – mit dem Stichwort „Hochwasser Deutschland“ auf das Konto des Zusammenschlusses vieler deutscher, renommierter Hilfsorganisationen, u.a. der Johanniter und der Malteser:

Aktion Deutschland Hilft e.V.

Kontonr: DE 62 3702 0500 0000 1020 30

bei der Bank für Sozialwirtschaft

BIC: BFSWDE 33XXX

Nachtrag:

Am Freitag, dem 23.07.2021 wird es in der ARD ab 20:00 Uhr eine große Spendengala der Aktion Deutschland Hilft e.V. für die Flutopfer geben.

Spenden Sie bitte großzügig!

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Corona und die Superspionin

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Meine Freunde Rosa und Michael, beide der Ansicht, was sich liebt, das neckt sich, haben vor kurzem ihre zweite Impfdosis gegen Covid-19 erhalten. Sie sitzen gemeinsam am Frühstücktisch in ihrer Wohnküche, als Rosa eine Video-Nachricht auf ihrem Smartphone erhält. “ Wahnsinn, Micky, guck mal, die Frau sagt, alle werden mit der Impfspritze auch gechipt! Und dass man das daran erkennt, dass ein Messer oder ein Löffel an der Injektionsstelle am Arm hängen bleibt! Weil der Chip magnetisch sein soll! Sie lacht:“ Mensch, Micky, das muss ich jetzt sofort ausprobieren!“

Michael schaut belustigt zu, wie Rosa ihr Brötchen beiseite legt, ihren Ärmel hochkrempelt, den Arm aufstützt und ihr Frühstücksmesser an ihren Oberarm legt. Das gibt es doch nicht, das Messer bleibt hängen! „ „Versuch mal den anderen Arm, Rosa!“ Michael guckt gespannt. „Neeiiin, hier klebt es ja auch!“ ruft Rosa überrascht. Daraufhin Michael: “ Ist doch klar, doppelt gechipt, von Bill Gates UND Putin. Jetzt bist Du ne Doppelagentin!“ Er prustet vor Lachen.

Auch Rosa kommt jetzt aus dem Kichern nicht mehr heraus. „Komm, Micky, versuch Du es auch mal!“ Michael nimmt sich den Müslilöffel und hält ihn gespannt an seinen geimpften Oberarm. Ploppp, der Löffel fällt ihm in seinen Schoß. „Versuch mal den anderen Arm!“ Aber auch da, der Löffel bleibt nicht kleben. Ein Versuch mit dem Frühstücksmesser. Mit dem kleinen Kühlschrank-Magneten. Vergeblich. Bei Michael will so garnichts am Oberarm hängen bleiben. Daraufhin kichert Rosa in sich hinein: „Siehst Du, Micky, Dich wollen sie nicht, sie wollen nur die Elite, Du bist ihnen zu doof!“ “Na, warte, Du Superspionin!“ Worauf Michael Rosa nach einem Sprung zur Spüle lachend mit einem Regenschauer aus dem Wasserhahn bedenkt.

Und wer jetzt wissen will, was eigentlich hinter dem Löffel-/Messer-/Magnetentrick steckt, der findet hier die Lösung!

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Vaskulitis Nachrichten 6.9: Vorsicht walten lassen – trotz Impfung!

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Erleichterung hat sich breitgemacht bei all jenen Menschen, die bereits eine Impfung gegen Covid-19 erhalten konnten. Die Anspannung, die unterhäutig bei jedem monatelang vorhanden war, hat Gelöstheit und Freude über die neu gewonnene Lebensfreiheit Platz gemacht.

Da wirkte die Nachricht von der verringerten Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs bei Autoimmunerkrankten wie eine kalte Dusche, die viel frischen Lebens-Elan wieder einzufrieren drohte. Aber, wie mit vielen Dingen im Leben, alles ist eine Frage des halbleeren oder eben halbvollen Wasserglases. Die Erlanger Studien haben nicht nur ergeben, dass 10% der Menschen mit entzündlichen Autoimmunerkrankungen keine Impfreaktion entwickelten, sie haben auch ergeben, dass bei 90% der Betroffenen ein Impfschutz aufgebaut wird, wie wir ihn bei jeder Grippeimpfung als ausreichend ansehen würden, nämlich mit einer Wirksamkeit von bis zu 60%. Er reicht in vielen Fällen aus, um den Patienten vor einem tödlichen Verlauf der Corona-Infektion zu schützen. Das ist doch schon mal eine gute Nachricht!

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Zusätzlich wissen wir jetzt – wenn auch etwas spät – besser, was wir tun müssen. Generell gesprochen: Planen Sie Ihre Impfung zusammen mit Ihrem behandelnden Arzt, sowohl was den Impfstoff angeht, als auch den Impfzeitpunkt!

Patienten, die Methotrexat (MTX) als Therapie für ihre Autoimmunerkrankung nutzen, sollten sich vor einem Impftermin mit ihrem behandelnden Arzt, im Falle einer Vaskulitis mit ihrem Nephrologen und/oder Rheumatologen, zusamensetzen, um über eine zeitlich begrenzte Aussetzung von MTX oder Reduzierung der Dosis vor und nach der Impfung nachzudenken. Das trifft auch für Patienten zu, die mit Cortison therapiert werden. Die Impfwirkung des Biontech-Impfstoffs könnte durch das Aussetzen oder Verringerung der Therapie erhöht werden.

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Wir wissen auch, dass Patienten, die mit Rituximab oder einem anderen B-Zellen-Hemmer behandelt werden, ihre Impftermine mit dem Biontech-Impfstoff so planen sollten, dass sie 3-4 Wochen vor der nächsten Gabe ihres Biologicals stattfinden. Auch das dient dazu, eine bessere Impfwirkung zu erzielen. Möglicherweise ist aber für diese Patienten auch ein Impfstoff geeigneter, dessen Wirkung anstatt auf der Bildung von Antikörpern, wie der Biontech- Impfstoff, auf der Aktivierung von T-Zellen beruht. Das wäre z.B. der Astra Zeneca Impfstoff. Die Wahl des für sie persönlich am besten geeigneten Impfstoffs und Impftermins sollten Patienten vorher also mit ihrem behandelnden Arzt besprechen!

Was aber ist mit all jenen Autoimmunpatienten, die bereits geimpft worden sind mit dem Biontech-Impfstoff und nun – ohne es genau zu wissen – möglicherweise keine oder keine ausreichende Impfreaktion erreicht haben?

Nun, jedem Autoimmun-Betroffenen ist anzuraten, auch weiterhin die AHA-Regeln und Hygiene in seinem Umfeld so weit wie möglich einzuhalten. Das gilt umso mehr, als die anrollende Delta-Variante von Covid-19 noch weitaus ansteckender ist, als die Varianten, die bisher in Deutschland grassierten. Und Eines zeigen mehrere Studien: Erkrankt ein Rheuma-Patient an Covid-19, dann ist der Verlauf schwerer als bei einem Gesunden. Also lassen Sie weiterhin Vorsicht walten!

Neben einem guten persönlichen Hygieneverhalten können aber auch Familie und Freunde einen wertvollen Schutzwall für Autoimmun-Patienten bilden, indem sie selbst sich impfen lassen. Eltern können in Betracht ziehen, sich für die Impfung ihrer Kinder zu entscheiden. Die Ständige Impfkommission Deutschland (STIKO) befürwortet die Impfung von Kindern ab 12 Jahren, wenn in der Familie oder im beruflichen Umfeld eine oder mehrere Personen immunsuppressiv behandelt werden.

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Wer ganz genau wissen möchte, wie gut seine Impfreaktion auf den Biontech-Impfstoff ist, der kann mit seinem behandelnden Arzt überlegen, ob ein Neutralisationstest auf Immunglobulin G sinnvoll ist. Allerdings ist die Frage offen, wer dann die Kosten dafür übernehmen muss, die Krankenkasse oder der Patient, und nicht jeder Arzt bietet diesen Test überhaupt an.

Würde eine dritte Impfung von Autoimmun-Erkrankten Sinn machen?

Laut n-tv verfolgt die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland die laufenden Studien zu der Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs sehr genau und will prüfen, ob eine dritte Impfung von Autoimmmunpatienten sinnvoll und notwendig ist. Dann muss aber auch die Frage beantwortet werden, mit welchem Impfstoff geimpft werden sollte und wann der dann für die Betroffenen überhaupt zur Verfügung steht. Autoimmun-Patienten stehen bis zur Entscheidung der STIKO, die, wie der Deutschlandfunk am 02.Juli berichtete, bis Mitte August 2021 getroffen werden soll, da also bis auf Weiteres noch in der Warteschleife.

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Vaskulitis Nachrichten 6.8: Professionelle Übertragung der Patiententagung „Rheuma Aktuell 2021“ im Internet!

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Die Corona-Pandemie macht es möglich:

Rheuma-Patienten aus ganz Deutschland können am

Samstag, 19. Juni 2021

die diesjährige Patiententagung „Rheuma Aktuell

in einer Online-Übertragung aus dem St. Josef-Stift-Sendenhorst auf Youtube von zuhause aus, im Garten, im Park, im Hotel oder von wo sie sonst eine Internetverbindung haben, mit verfolgen. Auch für Rheumatiker aus anderen Ländern kann die live-Übertragung interessant sein – wenn sie über gute Deutschkenntnisse verfügen, denn die Verkehrssprache der Tagung ist Deutsch.

Wer sich

in der Zeit von 10:00 Uhr bis ca 12:15 Uhr

über den folgenden Link:

https://youtu.be/JnNkn-EWpow

auf die Webseite des Youtube-Kanals des St. Josef-Stift-Sendenhorst begibt, bekommt live in einer professionellen Übertragung folgendes Programm geboten:

  • Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Michael Hammer, Klinik für Rheumatologie, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • VORTRÄGE:
  • Rheuma und Darmbakterien: Welche Zusammenhänge gibt es? Prof. Dr. med. Martin Kriegel, Medizinische Klinik D, Universitätsklinikum Münster
  • Kann man durch positives Denken Rheumaschmerzen beeinflussen? Alexander Tombrink, Psychologe (M.Sc.), Psychologischer Psychotherapeut, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Polyarthritis mit Tabletten oder Spritzen behandeln? Dr. med. Klaus Schroeder, Rheumapraxis Hamm
  • Wann benötigen Kinder mit Rheuma Biologika? Sebastian Schua, Klinik für Kinder- und Jugendrheumatologie, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Neue Trends in der Endoprothetik bei Rheumapatienten Dr. Christoph Rokahr, Klinik für Rheumaorthopädie, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Ein Wirbelkörper bricht bei Osteoporose – was tun? Dr. Stefan Krefeld, Klinik für Wirbelsäulenchirurgie, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Osteoporose – Unterstützung durch Training Dr. Heike Horst und Tom Niermann, Therapiezentrum, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Ungünstige Ernährung bei rheumatischen Erkrankungen – was sollte man meiden? Birgit Scharbaum, Diätassistentin, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Wie nimmt man Rheumamedikamente richtig ein? Dr. Aneta Matkowska-Jaron, Klinik für Rheumatologie, St. Josef-Stift Sendenhorst
  • Welche ergotherapeutischen Hilfsmittel sind im Haushalt praktisch? Ruth Koch, Ergotherapie, St. Josef-Stift Sendenhorst
Darstellung einer Videokonferenz im Home-Office
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Aus aktuellem Anlass:

Auf Anregung von Pro Vaskulitis haben sich die Organisatoren freundlicherweise bereit erklärt, zusätzlich zum obigen Programm auf die Frage einzugehen, welche Konsequenzen sich für Rheuma-Betroffene aus den neuesten Studien der Erlanger Universitätsklinik zur Wirkung des Biontech-Impfstoffs bei Autoimmun-Patienten ergeben!

Nutzen Sie also, liebe Leser, diesen tollen Service des Teams des St. Josef-Stift-Sendenhorst! Schalten Sie sich mit ein

am 19. Juni 2021, ab 10:00 Uhr!

Nicht vergessen! 😉

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Maifreude

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Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude.

Friedrich Hebbel, 1813-1863

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Vaskulitis Nachrichten 6.7: Autoimmun-Patienten unter Methotrexat brauchen individuell angepasste Covid-19-Impfstrategie

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Wie gut oder schlecht wirkt ein Impfstoff bei Autoimmunpatienten? Das ist eine gute Frage. Denn sie ist in der Vergangenheit selten untersucht worden. Ärzte und Patienten gaben sich daher notgedrungen mit der allgemeinen Annahme zufrieden, dass, wenn der Patient ein immunsuppressives Medikament nutzte, seine Impfreaktion geringer ausfallen würde. Wie gering genau, das blieb für Ärzte und Betroffene im Dunkeln. Man handelte nach der Devise: ein bischen Impfreaktion ist besser als nichts. Aber im Grunde war und ist diese Situation unbefriedigend.

Die Impfstoffhersteller haben auch in der Corona-Pandemie-Situation entsprechende Studien zu ihren neuen Impfstoffen gegen Covid-19 bisher nicht durchgeführt. Weder Biontech / Pfizer, noch Moderna, noch Astra Zeneca, noch Curevac oder einer der anderen chinesischen, russischen, kubanischen oder iranischen Hersteller hat meines Wissens nach untersucht, wie ihre jeweiligen Impfstoffe bei Autoimmunpatienten wirkt. Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen… Und Institution wie die EMA oder die STIKO haben solche Studien vor der Zulassung der Impfstoffe leider auch garnicht eingefordert.

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Deshalb sind seit Dezember 2020 viele Autoimmunpatienten unter dem Eindruck der Gefahr eine Infekton mit Covid-19 oder eine seiner Mutanten buchstäblich ins kalte Wasser der mRNA- und Vektor-Impfstoffe gesprungen. Sie haben sich gegen Covid-19 impfen lassen, ohne dass sie jene Gewißheit um die Wirkung und Nebenwirkungen hatten, die ihnen alleine wissenschaftliche Studien hätten geben können.

Tatsächlich brauchte es aber eine Corona-Pandemie, um die Erforschung dieser Frage voranzubringen. Da es sich bei den mRNA-Impfstoffen um eine völlig neue Klasse von Impfstoffen handelt, haben mehrere Universitätskliniken in Deutschland die Chance für eine Finanzierung von Forschung genutzt, und genau solche Studien aufgelegt, Pro Vaskulitis berichtete bereits in den Vaskulitis Nachrichten 6.5 über ein erstes Forschungsergebnis der Universitätsklinik Erlangen.

Nun legt die Universitätsklinik Erlangen ein zweites Ergebnis vor:

Das Team von Prof. Georg Schett untersuchte die Impfreaktion auf den Biontech-Impfstoff – als Indikator wurde der Immunglobulin G – Spiegel im Blut gemessen – bei zwei Versuchsgruppen. Die erste bestand aus 51 Autoimmunpatienten und 26 gesunden Vergleichs-Probanden. In einer zweiten Probandengruppe befanden sich 31 Autoimmunpatienten und 182 gesunde Studienteilnehmer. Das Erlanger Team konnte ermitteln, dass alle gesunden Probanden mit über 90% eine sehr gute Antikörperreaktion erreichten. Dasselbe hohe Antikörper-Niveau erreichten auch die 37 Autoimmunpatienten, die ein Biological, in der Regel ein TNF-Blocker, als Basistherapie für ihre Erkrankung nutzten.

Allerdings, von den 45 Patienten, die als Basistherapie Methotrexat hatten, erreichten nur 28 Patienten, also 62,2%, dieses Niveau. 37,8% der Patienten wiesen eine deutlich verminderte Immunreaktion auf. Sie erreichte nur maximal 62%! Das scheint im Vergleich zu generellen Wirksamkeiten von Grippeimpfstoffen viel zu sein. Aber, mit Covid-19 haben wir es, wie Wissenschaftler aus China und den USA mittlerweile bestätigten, nicht mit einer „relativ harmlosen“ Atemwegserkrankung zu tun, sondern mit einer systemischen, also den ganzen Körper angreifenden Gefäßerkrankung, und deshalb mit einem wesentlich gefährlicheren Erreger. Deshalb sind maximal – d.h. viele Probanden lagen weitaus niedriger! – 62% Impfreaktion allenfalls mittelprächtige Werte.

Darüberhinaus stellten die Wissenschaftler nämlich auch fest, dass, im Gegensatz zu den gesunden Geimpften, bei allen Autoimmunpatienten, unabhängig von ihrer Basistherapie, die CD8- und die T-Zellen nicht aktiviert wurden durch den Biontech-Impfstoff. Das bedeutet, dass unabhängig von der spezifischen Autoimmunerkrankung, alle Betroffenen nur eine sehr eingeschränkte Immunanwort generieren konnten und dies eine gemeinsame Fehlfunktion des Immunsystems aller Autoimmunerkrankten in der Studie war.

Dieses Ergebnis führt jetzt zu der Frage:

Wie muss eigentlich ein Impfstoff aufgebaut sein, um optimal für Menschen mit entzündlichen Autoimmunkrankheiten geeignet zu sein?

Mir scheint, da gibt es noch einen erheblichen Forschungsbedarf!

Im Ergebnis legen die Erlanger Ärzte den behandelnden Rheumatologen und ihren Patienten eine, auf den individuellen Patienten angepasste, Impfstrategie nahe, deren Bausteine eine Anpassung der Methotrexat- Dosierung, eine zeitliche begrenzte Aussetzung der Methotrexat-Therapie oder auch eine zusätzliche Impfdosis sein können.

Allerdings, liebe Leser, Letzteres scheint eher eine Option zu sein für Länder, die im Corona-Impfstoff „schwimmen“, wie die Exportverweigerer USA und Großbritannien, oder Länder, die Impfstoff an zahlende Touristen verkaufen, wie so mancher Golfstaat und Kuba es vorhat. Die EU hingegen exportiert weiterhin tapfer Impfstoff in Drittländer, während in Deutschland darüber diskutiert werden muss, ob Kinder wohl oder nicht geimpft werden sollten, angesichts der weiterhin zu knappen Impfstoffversorgung. Da wird es für eine dritte Impfstoffdosis für Autoimmunpatienten wohl kaum einen Spielraum geben……………..!

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Vaskulitis Nachrichten 6.6: Wider die Impfmärchen: Ein Verdacht ist noch kein Beweis!

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Fake-Meldungen rund um Corona und das Impfen sind in den Sozialen Medien leider an der Tagesordnung. Denn es geht hier von Anfang an auch um einen Kampf zwischen den politischen Systemen, der – so ist heute durch die Offenlegung der versuchten Verbreitung von Falschmeldungen über Biontech durch eine in England ansässige, vermutlich russisch beeinflussten, Agentur mittels Youtube-Influencern einmal mehr gezeigt worden – mit falschen Identitäten und gekauften und gezielten Falschmeldungen im Internet geführt wird.

So hat das Autorenkollektiv Correctiv.org aufgezeigt, dass in Sozialen Medien verbreitet wird, dass die neuen mRNA und Vektor-Impfstoffe gegen Corona, die in der EU eingesetzt werden, zu ungesehen hohen Fallzahlen an schweren Impfnebenwirkungen und Todesfällen geführt hätten. Als Beweis werden die Meldungen bei der Ständigen Impfkomission in Deutschland (STIKO) und der EMA (European Medical Agency) angeführt.

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Tatsächlich hat es bei beiden Institutionen so viele Meldungen, wie noch nie zu Impfstoffen gegeben. Aber, es handelt sich dabei um Meldungen, die einen VERDACHT auf eine schwere Impfnebenwirkung und den VERDACHT auf einen Todesfall nach einer Impfung äußern. Diese Verdachtsmeldungen werden von den Experten der EMA und der STIKO untersucht. Sie nehmen Kontakt mit dem Melder auf, überprüfen die medizinische Berichte und die weiteren Umstände des betreffenden Falls. Erst die eingehende Prüfung kann am Ende dazu führen, dass ein gemeldeter Verdachtsfall als eine tatsächlich bestätigte, schwere Impfnebenwirkung oder einen bestätigten Todesfall anerkannt wird. Aber in vielen Fällen führt die Prüfung eben nicht zu dieser Anerkennung!

Weil es sich bei den mRNA- und den Vektroimpfstoffen um eine, auch für Mediziner völlig neue Klasse von Impfstoffen handelt, mit der – außerhalb der klinischen Tests – niemand vorher Erfahrung hatte sammeln können, werden aus Vorsicht seit Anfang der Impfaktion in der EU von weitaus mehr Ärzten und geimpften Privatpersonen Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen und Todesfällen gemeldet, als zu den früheren Zeiten der herkömmlichen Impfstoffklassen. Aber das bedeutet eben nicht, dass alle diese Fälle nun damit sofort auch bestätigte Fälle sind!

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Von gigantisch angestiegenen Zahlen an schweren Impfnebenwirkungen und Todesfällen aufgrund einer Corona-Impfung zu sprechen, ist also zur Zeit und nach wie vor nichts anderes als eine Verdrehung der tatsächlichen Verhältnisse und Fake-News!

Trotz dieser Anti-Impf-Fake-News-Kampagnen möchte ich an dieser Stelle aber eine Lanze schlagen für all jene, die sich haben impfen lassen und bei sich (etwas) schwerere, ungewöhnliche oder andere Impfnebenwirkungen festgestellt haben, als sie sie von früheren Impfungen her kennen. Dann macht es natürlich durchaus Sinn, diese dem Paul-Ehrlich-Institut zu melden. Erfreulicherweise geht das auch ganz einfach online! Hier ist der Link.

Allen Vaskulitis-Freunden sei dabei ans Herz gelegt, auch auf ihre Vaskulitis-Grunderkrankung hinzuweisen (etwa beim Abfragepunkt Allergien) ! Leider gibt es bisher sehr wenig wissenschaftlichen Untersuchungen zur Wirkung von Impfstoffen generell bei Autoimmunerkrankten, geschweige denn bei Vaskulitis-Betroffenen. Die Meldung Eurer Impfnebenwirkungen, so welche aufgetreten sind, beim Paul-Ehrlich-Institut könnte helfen, diese Lücken langsam zu schließen.

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Donner Wetter!

My mind has thunderstorms,
That brood for heavy hours:
Until they rain me words,
My thoughts are drooping flowers
And sulking, silent birds.

Yet come, dark thunderstorms,
And brood your heavy hours;
For when you rain me words,
My thoughts are dancing flowers
And joyful singing birds.

W.H. Davies (1841-1940)

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Vaskulitis Nachrichten 6.5: Einer von 10 Autoimmunkranken könnte eine dritte Impfdosis gegen Corona benötigen

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Wie wirken die neuen Corona-Impfstoffe bei Autoimmun-Patienten? Das war bislang nicht erforscht. Auch deshalb gab es unter den Betroffenen Befürchtungen, sie würden auf diese Impfstoffe mit einer Überreaktion ihres Immunsystems und einem Krankheitsschub ihrer Grunderkrankung reagieren.

Forscher der Universitätsklinik Erlangen, Deutschland, können aber nun beruhigen. In einer Doppelblindstudie, an der von Dezember 2020 bis März 2021 insgesamt 84 Patienten mit entzündlichen Immunerkrankungen, also Rheuma, Morbus Crohn, Multiple Sklerose und Psoriasis, sowie 270 gesunde Probanden teilnahmen, stellte sich im Gegenteil heraus, dass die autoimmun erkrankten Probanden die Impfungen mit dem Impfstoff Biontech sogar besser als die gesunden Teilnehmer der Studie vertrugen. Sie entwickelten weniger Nebenwirkungen, wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Gelenkschmerzen.

Allerdings gibt es auch eine schlechte Nachricht. 10% der Autoimmun-Patienten zeigten keinerlei Impfreaktion. Sie entwickelten keine Antikörper und waren daher nach der zweiten Impfdosis immer noch nicht oder nicht ausreichend gegen Covid-19 geschützt. Das könnte mit dem Alter der Probanden zusammenhängen, denn nur Impflinge der Priorisierungsgruppe 1 und 2 können in dem Zeitraum der Studie geimpft worden sein. Allerdings wies nur 1% der gesunden Vergleichsgruppe keine Impfreaktion auf, daher kann das Alter an sich nicht der entscheidende Faktor sein. Der größte Teil der Autoimmunerkrankten, 90% der Probanden, zeigte zwar eine gute Impfantwort, allerdings trat sie mit zeitlicher Verzögerung und in geringerer Stärke ein. Den Grund für beide Phänomene vermuten die Erlanger Forscher nicht in der immunsuppressiven Therapie, die alle Patienten erhalten, sondern in der autoimmunen Grunderkrankung.

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Wissenschaftler des Hospital for Special Surgery, New York, USA fanden allerdings in ihrer neuesten, aber sehr kleinen Studie einen Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Rituximab, durch das die B-Zellen des Immunsystem blockiert und auf die Dauer eliminiert werden, und dem Fehlen der Bildung von Antikörpern gegen Covid-19 nach einer zweimaligen Impfung. Je kurzfristiger nach einer Rituximab-Gabe die Impfung gegen Corona durchgeführt wurde, umso geringer war die Impfantwort.

Die Erlanger Wissenschaftler raten nun, die Impfantwort von Autoimmun-Patienten ab zwei Wochen nach Verabreichung der zweiten Impfdosis mit einem Neutralisationstest auf Antikörper gegen Covid-19 zu überprüfen. Weist der Test keine oder keine ausreichende Impfantwort aus, raten die Erlanger Forscher dann zu einer dritten Impfung mit einem anderen Vakzin. Dies würde dem Immunsystem noch einmal von einer anderen Seite her einen Stimulans zur Bildung von Antikörpern geben als der ursprünglich beim Patienten verwandte Impfstoff.

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Geschützt: Vaskulitis Nachrichten 6.4: In einer Stunde geimpft

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